Publikationen

UNSERE «FOTOTECA»

Heuen in Platta in den 1920er Jahren(Foto: W. Derichsweiler)

Weitere Publikationen

Materialien des IDRG machten weitere Veröffentlichungen möglich

Andrea Schorta (Hrsg.): Rechtsquellen des Kantons Graubünden. Serie B – Dorfordnungen, Band 2 – Die Dorfordnungen des Oberengadins, von Bergün und Filisur (Chur 1969)

Dieser Band vereint sämtliche Dorfordnungen des Oberengadins sowie von Bergün und Filisur. Die Edition dieser «Tschantamaints»  ist ein wichtiger Beitrag zur Rechts-, Sprach- und Kulturgeschichte des Engadins.

Diese Publikation umfasst auch die in den Annalas da la Società Retorumantscha bereits früher erschienenen Dorfordnungen von Schlarigna, Bever und Madulain. So sind in diesem Band die alten Dorfordnungen aller Gemeinden des Kreises Oberengadin, des ehemaligen Cumön d’Engiadin’Ota, vereinigt.

Die Einbeziehung der Rechstquellen der Gemeinden Bergün/Bravuogn, Latsch und Filisur in diesen Band ist aus sprachlichen Gründen gerechtfertigt, bedienten sich doch diese Gemeinden von jeher der oberengadinischen Schriftsprache.

Peter Egloff / Jon Mathieu (Hrsg.): Register zur Rätoromanischen Chrestomathie (1986)

Das 14-bändige monumentale Werk der «Rätoromanischen Chrestomathie» von Caspar Decurtins galt und gilt als Schatzkammer der bündnerromanischen Sprache und Kultur, lange Zeit aber auch als Buch(-reihe) mit sieben Siegeln: es fehlte ein Gesamtregister. Auf Initiative der Societad Retorumantscha erarbeiteten Peter Egloff und Jon Mathieu ein Register, das wissenschaftlichen Anforderungen genügt und als Orientierungshilfe im Labyrinth der «Chrestomathie» unverzichtbar geworden ist. Es enthält u.a. eine systematische Inhaltsübersicht, Angaben zur Editionsgeschichte, ein Hauptregister (Personennamen, Orte, Sachen), ein Spezialregister (Märchentypen nach Aarne/Thompson und der «Enzyklopädie des Märchens», Sagenmotive, Verzeichnis der Lied- und Gedichtanfänge), Informationen zu den Quellen und Materialien (u.a. Handschriftenverzeichnis mit Standortangaben).

Alexi Decurtins: Namen und Übernamen der Bündner Oberländer (1989)

Diese Publikation ist die gedruckte Version der Abschiedsvorlesung von Prof. Alexi Decurtins, die am 13. Juni 1988 an der Universität Freiburg (CH) stattfand.

(erschienen als Nr. 44, neue Folge, in der Reihe «Freiburger Universitätsreden»; Freiburg Schweiz 1989)

Cristian Collenberg (Übers.): Die Jugendjahre des Johannes Barandun (2009)

Das Buch beschreibt autobiografisch, wie sich ein Bauernbursche aus Feldis auf eine abenteuerliche Reise durch Europa und Nordafrika begibt. Eine Schatztruhe voller interessanter, erstaunlicher und lustiger Informationen über das Leben und die Sprache jener Zeit. Das 300-seitige Werk wurde von Cristian Collenberg sowie Felix Giger auf Initiative von Herrn Plasch Barandun ins Deutsche übersetzt. Die 1864 in einer Art Feldiser Romanisch erschienene Originalausgabe ist natürlich längst vergriffen, findet sich jetzt aber auf einer dem Buch beigelegten CD.

Iso Albin / Cristian Collenberg: Rätoromanische Volkslieder aus der mündlichen Tradition (2011)

Die vorliegende Darstellung befasst sich mit einem Aspekt der rätoromanischen Volks- und Sprachkultur in Graubünden. Es ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer weiter führenden Auswertung einer umfangreichen Sammlung von Dokumenten zu rätoromanischen Volksliedern, die während des zweiten Drittels des 20. Jahrhunderts im Auftrag der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde (SGK) mit dem Ziel einer Veröffentlichung angelegt wurde. Dieses Material konnte aber damals nicht weiter ausgewertet werden und verblieb zum grossen Teil bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts beim Hauptverantwortlichen der Sammeltätigkeit, dem Romanisten und Volkskundler Alfons Maissen († 2003). Kurz vor seinem Tod übergab Maissen den Nachlass dem Institut dal DRG, wobei sowohl vom Schenkenden wie von der Societad Retorumantscha, der Trägergesellschaft des DRG, her die Absicht bestand, das einzigartige Material zu erschliessen und auszuwerten.

(erschienen als Heft III in der Reihe «Sprachen und Kulturen» der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW; Bern 2011)

Reto Capeder / Lea Mani (Red.): «Andeer – Von Acla bis Zwölfihorn. Die Orts- und Flurnamen der Landeskarte Andeer 1:25’000» (2012)

Das Buch erklärt auf 96 Seiten die über 500 Orts- und Flurnamen der swisstopo Landeskarte 1235 «Andeer 1:25’000». In dieser gemeinsamen Ausgabe der Lia Rumantscha und des Institut dal DRG kann man beispielsweise nachlesen, woher Namen wie Crap da Schis, Gul oder Runtgols stammen. Ideal als Begleitbüchlein auf einer Wanderung.

Alexi Decurtins: Lexicon Romontsch Cumparativ (2012)

Gesamtschau des Rätoromanischen
Das Lexicon Romontsch Cumparativ (surselvisch-deutsch) von Alexi Decurtins listet auf 1400 Seiten die surselvischen Stichwörter auf, gibt die Aussprache an sowie die verschiedenen Bedeutungen (mit Beispielen) und die Herkunft der einzelnen Wörter. Weiter werden Synonyme angeführt und wird die Variante der einzelnen Wörter für alle übrigen bündnerromanischen Idiome (Sutselva, Oberhalbstein, Engadin) sowie für das Italienische und Französische notiert. Zudem schlägt das Lexikon die Brücke zu den benachbarten lombardischen Dialekten (Italienischbünden, Tessin, Veltlin), zum Deutschen (Walserdeutsch, Bündnerdeutsch, Deutsch im Allgemeinen), zum Dolomitenladinischen und zum Friaulischen mit Angaben zur linguistischen Verwandtschaft und zur gegenseitigen Beeinflussung. Listen mit Orts- und Eigennamen und Konjugationstabellen der surselvischen Verben runden das Werk ab.

Nadia Caduff Anrig / Violanta Spinas Bonifazi: Die Fototeca dal Dicziunari Rumantsch Grischun. Von der Archivschachtel zur digitalen Fototeca (Bern 2013)

In der vorliegenden Publikation präsentieren Nadia Caduff Anrig und Violanta Spinas Bonifazi die vielfältige und wertvolle Fototeca dal Dicziunari Rumantsch Grischun. Die zwei Dokumentalistinnen des DRG erläutern, wie die Fototeca entstanden ist, aus welchen, häufig ehemals privaten, Fotosammlungen und Zeichnungen sie besteht, wie das Material zum DRG gelangt ist und wie es dort katalogisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Eindrücklich belegen die Autorinnen die Wichtigkeit der Illustration, der Fotografie, aber auch der Zeichnung für das DRG, welches von Beginn weg als Lexikon der bündnerromanischen Sprache und Sachkultur konzipiert wurde und bis heute gezeichnete Bilder einsetzt, um gewisse komplexe Sachverhalte oder komplizierte Werkzeuge klar erkennbar darzulegen.